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Woran liegt es?
Daß dieses ewige Spiel, diese Faszination zwischen Mann und Frau so eine Macht über uns hat?
C. G. Jung spricht von Animus- und Anima-Projektionen. Er meint damit, daß wir versuchen, im anderen Geschlecht eine Seite in unser Leben
zu holen, die letztlich Teil von uns selbst ist.
Die Sehnsucht nach dem idealen Partner, der Fiktion
bleiben muß, ist letztlich die tiefe Sehnsucht, unsere inneren weiblichen Anteile (als Mann) oder unsere inneren männlichen Anteile (als Frau) zu entdecken, zu spüren und zu leben.
Doch noch weitere "innere Figuren" beeinflussen unsere Fähigkeit zu lieben. Alle Enttäuschungen, Kränkungen und
Verletzungen, die wir von Personen des anderen Geschlechts erfahren haben (allen voran das gegengeschlechtliche Elternteil), sammeln sich im "negativen Mann" oder der "negativen Frau"
in uns. Auch sie sind unbewußte Anteile, die unsere Wahrnehmung beeinflussen und unsere Beziehungsfähigkeit einschränken.
Schließlich beeinflußt die Sicht des eigenen Geschlechts, kristallisiert am "positiven Mann" und am "negativen
Mann" bei den Männern und den entsprechenden weiblichen Gestalten bei den Frauen, die Fähigkeit zur Liebe.
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